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Das Immunsystem pimpen? Geht mit Sport und einer gehörigen Portion Muße. Aber man kann sich eine gewisse Immunität auch antrinken. Wir stellen vor: Unser Winterpunsch, der Viren kaum noch Chancen lässt.

Brrr. So richtig richtig kalt war es am vergangenen Wochenende, oder? Das erste Mal in diesem Jahr. Und schon fangen die Menschen wieder an zu schniefen, als gäbe es kein Immunsystem. Aber das ist eben tatsächlich nicht immer und bei jedem gut in Schuss. Man muss es ja auch pflegen. Zum Beispiel mit einem jahreszeitgemäßen Drink, den wir Euch an dieser Stelle gern näher bringen möchten. Ohne feste Mengenangaben übrigens: Macht doch am meisten Spaß, selbst herauszufinden, wie viel wovon einem selbst gut tut.

Hier also kommt er, unser Wunderpunsch.

Unsere Basis bildet erhitzter Holundersaft, den es – ungesüßt – im Reformhaus oder im Bio-Laden und nicht selten schon in herkömmlichen gut sortierten Supermärkten gibt. Holunder hat irrsinnig viele Antioxidantien und Vitamin C in rauen Mengen. Die tiefblaue, fast schwarze Färbung übrigens hat auch einen gesunden Grund – die kommt von den Anthocyanen, die spitzenmäßige Fänger von zellschädigenden freien Radikalen sind. Und all die anderen guten Dinge – Mineralstoffe wie Kalium – wirken durch und durch entzündungshemmend und schleimlösend. Wenn man denn doch mal erkältet ist.

Der Haken bloß: Holundersaft an sich ist ganz schön heftig, im Geschmack und in der (harntreibenden) Wirkung. Das könnt Ihr abmildern, in dem Ihr ihm etwas, na ja: vielleicht auch etwas mehr naturtrüben Apfelsaft zufügt. Das hat den schönen Nebeneffekt, dass Ihr Euch damit einen großen Sach voll Polyphenole einverleibt. Die wiederum verhindern, dass sich das schlechte Cholesterin in den Arterien ablagert, was das Herz schützt.

Was werfen wir noch hinein? Wenn Ihr mögt, und es mag nicht jeder: ein gutes Stück Ingwer, in Bio und ungeschält. Denn Ingwer kann, aus medizinischer Schicht, quasi alles. Fangen wir mit den bisher sechs in ihm identifizierten Scharfstoffen an. Die sind nachweisbar entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral, antioxidativ und durchblutungsfördernd. Gingerol und Shogaol übrigens sind die Stars des Sextetts, die laut einer malayischen Studie chronische Krankheiten verhindern, verbessern oder umkehren können. Und hier reden wir dann mal nicht von einem deftigen grippalen Infekt, sondern von Diabetes und Krebs und anderen lebensbedrohlichen Dingen, auf die der Ingwer äußerst positiv wirkt.

Die nächste Zutat: gehackte Mandeln, wer will, kann auch Mandelblätter reinwerfen. Die ist nämlich auch so ein Wunderding, das voll von B- und E-Vitaminen, Magnesium und Kupfer und anderen guten sekundären Pflanzenstoffen und ungesättigten Fettstoffen ist, die Arterien freihalten, das Knochengerüst stärken, Diabetes verhindern, positiv aufs Gemüt wirken…

Was noch? Nun: Wir empfehlen ungeschwefelte Bio-Rosinen. Die enthalten bei aller Süße auch ordentlich Ballaststoffe und Eisen, zusätzlich zu lauter Vitaminen. Vitamin C übrigens ist nicht dabei – deshalb ergänzt so eine Rosine sich wunderbar mit der Vitamin C-Bombe Holundersaft.

Kommen wir nun zum Würzen. Und damit zum Zimt. Noch so eine unterschätzte Geheimwaffe für das Immunsystem, denn der echte Cylon-Zimt aus dem indischen Raum (und nur von dem reden wir hier) wärmt und kurbelt den Stoffwechsel an, was dann wieder Giftstoffe aus dem Körper schwemmt. Zimt, und das ist die faszinierendste Eigenschaft, reguliert außerdem den Blutzucker und die Blutfette, und zwar mit einer gewissen Langzeitwirkung. Und das fördert den Fettabbau, weniger Fettzellen bedeuten geringere Inflammationsneigung… Ihr versteht das Prinzip. Was die anderen Effekte angeht… na, siehe oben. Wir wollen Euch ja nicht langweilen.

Und teilen deshalb auch nur noch kurz mit: Ähnliche Effekte erzielt Ihr, wenn Ihr Kardamon, Sternanis, Anis ohne Stern, Gewürznelken oder Vanille dazugebt. Ein herrlich gesundes Gewürzgewitter!

Einen haben wir aber noch. Denn bei all der Schärfe, der fruchtigen Säure, den Gewürzaromen – trotz des Apfelsafts und der Rosinen ist unser Wunderpunsch mit all seinen Segnungen noch ziemlich… na ja: herb. Und sauer. Deshalb – und erst, wenn der Punsch auf unter 40 Grad abgekühlt ist – empfehlen wir guten Gewissens die Beigabe von Bio-Honig. Denn auch der wirkt – huch! – blutzuckersenkend, obwohl er selbst bis zu 80 Prozent aus Zucker besteht, verrückt. Aber davon abgesehen ist er antioxidativ, antibakteriell, präbiotisch und deshalb Futter für die guten Darmbakterien und so weiter. Was ihn aber wirklich so besonders macht: Honig verhindert, dass sich krankmachende Bakterien im Körper zu sogenannten Biofilmen zusammenrotten und so miteinander kommunizieren. Irre.

So, das wäre dann unser immunboosternder, vitaminreicher, austreibender Wunderpunsch.

Wie bitte? Was mit Alkohol ist? Merkt Ihr selber, ne?