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Kryptische Überschrift? Okay. Im Klartext: Hier erzählen wir, wie ihr das leckere Essen aus Euren Urlaubsorten zu Hause nachkochen könnt. Natürlich nur die leckeren gesunden Sachen…

Wisst ihr noch? Als ihr, auf dieser Hütte in Österreich, ganz oben auf dem Pass, zum ersten Mal Kaspressknödel gegessen habt, Talblick inklusive? Oder diese Paella unten Andalusien. Und, natürlich, die Pasta auf der Piazza Navona in Rom – Ihr wart Euch vorher nicht ganz sicher, ob das Restaurant nicht eher Touristenmampf unter die Leute gebracht habt, aber hey, eine sternenklare Nacht in der ewigen Stadt – natürlich kamen Euch die Fettuccine vor, als wären sie im Himmel selbst gemacht worden.

Ferien funktionieren über alle Sinne. Aber ganz besonders über den Geschmack. Nicht umsonst verbinden wir mit  bestimmten Urlaubsländern bestimmte Lebensmittel, und umgekehrt: mit diesen Speisen ein gewisses Fernweh. Es gibt in unseren Städten nicht von ungefähr lauter italienische, griechische, vietnamesische Restaurants. Aber man kann sich das Urlaubsfeeling auch zu Hause bereiten, tun wir ja auch oft genug – Spaghetti Bolognese etwa (in Italien selbst nur unter „Ragù“ bekannt) liegt nach einer Umfrage des „Münchner Merkur“ auf Platz 3 der Lieblingsessen der Deutschen, übertrumpft nur von Lasagne auf der 2 und dem Spitzenreiter Pizza. Alle drei bekanntlich aus Italien. Alle drei saulecker. Und alle drei: eher so mittel gesund, weil amtliche Kohlenhydratbomben. Unter anderem.

Aber Urlaub geht auch lecker und gesund. Und weil wir gerade bei Italien sind – bleiben wir doch ein bisschen dort. Ist ja bekanntlich ein Mittelmeer-Anrainer und nicht umsonst die Speerspitze der mediterranen Küche. Und die hat was zu bieten, na? Genau: Unmengen an frischem, sonnenverwöhnten Gemüse, und das bringt die wichtigen faserigen Ballaststoffe und Vitamine mit. Es gibt bestes Olivenöl rund um das Mittelländische Meer, das mit seinen Polyphenolen und Omega-3, -6 und -9 Fettsäuren ein wahrer Segensspender ist. Es gibt Oliven ohne Öl, frische Kräuter, Zitronen (Vitaminbombe, antibakteriell, antientzündlich) sind eine wichtige Zutat.

Und was machen wir Hobby-Italiener jetzt daraus? Na, zum Beispiel Antipasti: Wir schneiden Zucchini,  Auberginen, Fenchel, Champignons, Parprika und so in lange Scheiben, braten sie in Olivenöl an, legen sie hinterher großzügig in selbigem ein und würzen sie mit Knoblauch und Zitrone und betreuen sie mit gerösteten Pinienkernen. Und essen dazu lecker gebratenen Fisch. Ja, wir hören den Aufschrei bis hierher: Keine Nudeln? Kein Risotto? Doch. Essen Italiener ja auch. Nur eben als „prima piatti“ – als kleine Vorspeise. Und Gemüse kann sehr wohl satt machen.

Hüpfen wir ein bisschen weiter westwärts – was hat Spanien an gesunder Kost zu bieten? Lassen wir die vielen fleischlastigen Gerichte mal einfach links liegen. Und fangen hier mit einem Vorspeisen-Klassiker an: Gazpacho, eine kalte Suppe aus Tomaten und Paprika, aus Zwiebeln und Knoblauch und ordentlich Olivenöl, für die man einen Mixer, aber dafür keinen Herd braucht. Die eignet sich besonders für warme Tage – oder dafür, sich an kalten an die Costa del Sol zu träumen. Gleiches gilt für selbstgemachte Tapas (natürlich nur die aus Gemüse oder Fisch) oder, Kohlenhydrate braucht der Mensch ja doch: Pan amb tomates. Dafür wird geröstetes Weißbrot mit Tomaten und Olivenöl bestrichen, ganz verwegene reiben vorher eine Knoblauchzehe über das Backwerk. Dazu einen Café con leche – schon hat man ein lecker Frühstück in bester spanischer Tradition.

Apropos Frühstück: In Griechenland wird da ja oft der dortige Joghurt mit hohem Fettgehalt gereicht, gern mit Honig und Walüssen – ein prima Eiweißkickstart in den Tag. Aber nicht selten wird dort schon der legendäre griechische Bauersalat am Morgen gegessen. Und warum auch nicht: Tomaten, Gurke, Zwiebeln, Oliven und Feta, großzügig beträufelt mit Olivenöl, abgeschmeckt mit Oregano & Co. – ganz ehrlich: Wer braucht da noch Gyros und Bifteki, die einem eh wie Wackersteine im Magen liegen? Und Tsaziki, Weinblätter, Auberginencreme und all die anderen Vorspeisen da unten gehen auch gut als Hauptgericht durch.

Zu guter Letzt: Österreich. Ein schwieriges Reiseland, wenn man gesund durchkommen und trotzdem einen Eindruck der einheimischen Küche bekommen will. Denn herrje: allein schon die Torten! Sacher, Esterhazy, Linzer, Malakoff, andere Süßspeisen wie Salzburger Nockerln oder Kaiserschmarrn, Marillenknödel, Apfelstrudel… Und von salzigen Leckereien wie Wiener Schnitzel und Knödeln aller Art haben wir noch gar nicht angefangen. Aber es gibt auch hier gesunde und schmackhafte Arten, sich Österreich nach Hause zu holen. Etwa mit einem Steirischen Backhendlsalat, beträufelt mit dem fantastischen und ebenso steirischen Kürbiskernöl. Gut verträglich wäre auch eine Frittatensuppe. Oder Marillen, bevor sie zu Knödeln verarbeitet werden…

Ihr seht schon: Um so gut zu essen wie im Urlaub, müsst Ihr nicht einmal wegfahren. Das ist toll. Und irgendwie dann doch auch schade. Viele tolle Rezepte findet ihr auch in der vicoach App schaut doch mal, ob da nicht auch ein paar gute Rezepte eurer Urlaubsregion dabei sind.