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Na, gut erholt? Schön. Dann wundert Euch aber nicht, wenn Euch der Wiedereinstieg in den Alltag schwer wie Wackersteine auf der Seele liegt – das Problem hat sogar einen Namen: Post-Holiday-Syndrom

Über 75 Prozent aller Deutschen sind mit ihrem Job zufrieden, das hat neulich die Studie einer Münchner Personalvermittlung ergeben. Wenn Ihr dazu gehört: Glückwunsch. Aber auch ihr werdet höchstwahrscheinlich nicht von einem, sagen wir mal: Krankheitsbild verschont bleiben, das beinahe jeden um diese Zeit im Jahr ereilt. Obwohl, na ja, Krankheit sei jetzt etwas dicke, sagt Robin Kaufmann vom Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung in Konstanz: „Es geht beim Post-Holiday-Syndrom eher um einen relativ kurzfristigen Effekt.“

Der Grundgedanke der Ferien ist ja im Prinzip, dass man sich erholt und die Akkus wieder auflädt für seine Berufstätigkeit. Aber Urlaub ist eben auch eine Art Sneak Preview in ein anderes Leben – wir schlafen länger und nicht selten besser, wir haben, immer gut für die Seele, verpflichtungsfrei aufs Meer, einen See, die Berge geschaut. Wir waren wirklich entspannt. Doch nicht um den See gelaufen? Die E-Bikes schon ausgebucht? Egal, morgen ist auch noch ein Tag. Bis es kein morgen mehr gibt. Jedenfalls keins, das noch mit dem Urlaub zu tun hätte.

Das Post-Holiday-Syndrom beschreibt nun den Zustand nach der Rückkehr aus den Ferien. Diese Schwierigkeit, sich wieder in der eigenen Wohnung, dem eigenen Viertel zurechtzufinden. Das Fremdeln mit dem Alltag, das Zurücksehnen nach dem Mittelmeer, dem Gardasee, dem Nordkap. Und worauf man in dieser Situation so gar keinen Bock hat: arbeiten. Jeder Handgriff, jeder Gedanke fällt schwer, und man fragt sich unwillkürlich: Das soll Erholung sein? Und fühlt sich falsch an, weil es sich so fürchterlich unerholt anlässt.

Und nun? Sagen Experten: die Sache gaaaanz langsam angehen. Am besten baut man sich einen Puffer von zwei, drei Tagen zwischen Rückkehr und Dienstantritt ein. Aber wenn das nicht geht oder man lieber so viel Zeit wie möglich woanders verbringt, dann sollte man trotzdem wieder sanft in die Berufstätigkeit zurückgleiten. Die Initiative für Neue Qualität der Arbeit etwa empfiehlt, sich den ersten Tag im Job weitestgehend freizuhalten. Und bloß stressfrei ein paar E-Mails abzuarbeiten oder akkurat planen, wie es an den Tagen danach weitergehen könnte. Man könnte, das jedenfalls empfiehlt der oben erwähnte Robin Kaufmann, auch den Abwesenheitsassistenten im Mailprogramm für zwei, drei Tage eingeschaltet lassen, „dann kommen nicht gleich alle Kunden am ersten Tag nach dem Urlaub auf einen zu.“

Kaufmann findet außerdem, dass es gut ist, die Ferien noch ein bisschen in den Alltag zu verlängern. Also:

  • Kollegen ausführlich davon zu erzählen, wie es war.
  • Denselben Kaffee in der Maschine aufbrühen, den man im Süden getrunken und von dort mitgebracht hat.
  • Die kleinen Souvenir-Leckereien sehr bewusst aufessen.
  • Sich kleine Krücken für den Wiedereinstieg basteln – etwa eine To-Do-Liste, die einem hilft, wieder in die eigene Struktur zu kommen.

„Und wenn man Angst vor dem ersten Arbeitstag hat, und gar nicht mehr entspannen kann, helfen Stressbewältigungsmethoden“, sagt der Experte. Wer in ein negatives Gedankenkarussell abrutscht, kann sich ein großes Stoppschild vorstellen. Sich auf das zu konzentrieren, was gerade möglich ist.

Was übrigens quasi immer hilft: Sport. Ob es nun Yoga ist oder Laufen oder eine Runde Fußball mit den anderen im Park – all das macht den Kopf frei und fit für die meisten Hürden, die das Leben einem so in den Weg stellt.

Aber das wusstet Ihr ja schon. Und der nächste Urlaub kommt übrigens bestimmt.

Ihr könnt das Urlaubsende auch direkt als eine Art Neustart umfunktionieren und mit einem cardioscan Check Up wieder in eure Fitness-Routine einsteigen. Mit neuer Motivation und neuen Zielen sportelt es sich nämlich um einiges einfacher!

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