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Wir Menschen sind doch ziemlich verschieden. Und dann auch wieder nicht – essen zum Beispiel müssen wir alle. Aber wir tun das mit den unterschiedlichsten Haltungen. Und ja: Die Seele isst immer mit

Als wir von cardioscan den vicoach entwickelt haben, hatten wir ein Wort im Sinn: Ganzheitlichkeit. Wir wollten damit nicht nur für Euer Training da sein, sondern auch für Eure Entspannung und Eure Ernährung. Mit Euch Daten ermitteln, wo man welche messen kann. Und Euch dabei unterstützen, Euch selbst auf den richtigen Weg zu schubsen. Was in diesem Fall bedeutet: Euren eigenen Weg, denn zwar sind die Mechanismen des Trainings und des Stoffwechsels im Prinzip immer gleich – aber eben nicht im Detail. Das Leben ist nun einmal eine höchst individuelle Angelegenheit.

Aber klopfen wir uns trotzdem an dieser Stelle ein bisschen auf die Schulter, denn wir wissen: Es gibt viele Menschen, die mit dem Vicoach ihr Leben hervorragend neugeordnet haben – auch in Sachen Ernährung. Claudia zum Beispiel. Sie ist 47 und teilt das Schicksal von Millionen von Menschen hierzulande und im Rest der Welt (okay, da sprechen wir eher von Milliarden): Sie fühlt sich zu dick, seit sie denken kann. Das ist objektiv eher streitbar, aber Gefühle sind es nun mal nicht. Claudia ist ein extrem strukturierter Mensch, einer, der in Zahlen denkt, und deshalb passt der Vicoach zu ihr wie Arsch auf Eimer. Das Tracking ihrer Bewegung taugt ihr bestens, sie liebt es, eine punktgenaue Kalorienangabe zu haben, bei der sie ihr Gewicht hält. Und noch mehr, wenn sie die unterschreitet und dann weiß: Sie wird jetzt wieder ein bisschen weniger. Und damit das funktioniert, bedient sich Claudia auch begeistert bei unserer ausgedehnten Rezeptsammlung.

Struktur? Zahlen? Man käme nicht so recht auf die Idee, dass Emotionen bei Claudia eine große Rolle spielen beim Essen. Stimmt aber nicht – der Zugriff auf die App ist nur ein Weg, die Kontrolle über diese Gefühle zu haben. Und vielleicht wäre ein bisschen mehr dieser Kontrolle ganz gut für Marco. Auch er ist ein Zahlenmensch, nur anders – Marco ist Buchhalter, ein freiberuflicher, und einer, der richtig gut im Geschäft ist. Zu gut vielleicht, denn er arbeitet objektiv zu viel. Vor allem isst er objektiv zu viel. Sein BMI liegt bei um die 35, er ist mit seinen 42 Jahren an der Grenze zum Diabetes. Und weiß das alles. Trotzdem steht er immer wieder vom Schreibtisch auf, um sich in der Küche ein Käsebrot zu schmieren oder zwei Rippen Schokolade zu holen. Obwohl er genau weiß, dass er sich danach schlecht fühlen wird. Obwohl nicht die Spur von Hunger hat. Jedenfalls nicht sein Körper. „Wenn wir mehr essen, als unser Körper braucht, essen wir ‚emotional’“, sagt die Hamburger Psychotherapeutin Maria Sanchez, „es ist unsere Seele, die hungert.“ Essen wird als Mittel eingesetzt, um Gefühle abzudämpfen, die hinter dem Stress liegen. Deshalb, so Sanchez, sei jede Diät, jeder Versuch der Gewichtsreduktion durch Sport zum Scheitern verurteilt, egal, wie rational und bewusst man sich dem Thema stellt. „Unsere Vernunft ist nicht das Problem“, sagt Sanchez, „es sind unsere Gefühle, die unsere Aufmerksamkeit erfordern.“

Mutmaßlich also ist es gar nicht der aufreibende Job, der Marco Dinge essen lässt, die ihm wissentlich schaden. Es ist ein tiefer liegendes Problem, das angeschaut  werden muss, bevor er wirklich fitter werden kann. Was nicht bedeutet, dass Körperdaten und deren Tracking nicht trotzdem ein gutes Begleittool sein können.

Was uns zu Julia bringt. Die ist dem Tracking gegenüber gar nicht abgeneigt, im Gegenteil: Sie probiert irrsinnig gern Neues aus. Aber Julia hat eine schwere Allergie: Sie bekommt metaphorische Pickel am Hintern, wenn ihr irgendjemand etwas vorschreiben oder, bewahre, gar verbieten will. Laut Blutgruppendiagnostik verträgt sie angeblich keine Tomaten. Mag sie aber sehr gern. Also: Tschüß, Blutgruppendiät. Eine Gewichtsreduktionskur ohne Nudeln? Da hält sie es mit Luciano Pavarotti: „Asolutamente impossibile!“ Nein, Julias Experimentierfreude zeigt sich vor allem in der Küche. Und Freude an gutem Essen, das ist bei ihr gleichbedeutend mit Lebensfreude. Das Schöne daran: Gutes Essen ist bei ihr und auch sonst gleichbedeutend mit gesundem Essen, und sie nähert sich dieser Sache spielerisch. Ob da jetzt die eine Kalorie zu viel dabei ist oder nicht… wen juckt’s. Julia weiß doch, dass sie intuitiv fast alles richtig macht.

Die vicoach App? Benutzt sie trotzdem. Die Rezepte darin sind ja keine Pflichtveranstaltung. Und dank einer regelmäßigen Stoffwechselanalyse mit dem metabolicscan kann außerdem immer mal wieder ein Ist-Zustand ermittelt werden, ganz unverbindlich und für den ein oder anderen Hinweis für eine optimale Ernährung – sowas wie eine Bestätigung.