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Was genau Körperdaten sind und warum es wichtig und sinnvoll ist sie zu ermitteln, haben wir euch im letzten Blogbeitrag „Körperdaten sind Bessermacher“ bereits erläutert.

Heute soll es um die Verwertung der Daten gehen. Denn die einzelnen Werte zu kennen ist das eine, sie anwenden zu können und quasi damit „zu arbeiten“ eine andere. Die gewonnenen Daten sollen für uns arbeiten. Und das möglichst zielgerichtet und vor allem ganzheitlich. In diesem Beitrag blicken wir auf den Bereich TRAINING.

Vorab sollten wir aber noch zwei Begriffe klären. Zum einen den Begriff TRAINING und zum anderen GANZHEITLICH. Beides gängige und oft benutzte Wörter unseres Wortschatzes, die auf den ersten Blick gar keine Definition oder Erläuterung benötigen. Doch wir wollen hier etwas mehr in die Tiefe gehen und daher müssen wir zu Beginn alle auf demselben Stand sein.
Wie würdet ihr TRAINING definieren? Sicherlich mit sportlicher Aktivität, Muskeltraining, Ausdauertraining, Anstrengung, etc. oder? Das ist im Grunde auch alles richtig. Aber Training ist tatsächlich einiges mehr als „NUR“ zu sporteln:
Damit wird klar, dass hinter dem Begriff weit mehr steckt, als viele vermuten. Training hat immer ein Ziel. In der Regel ist es die hier angebrachte „Leistungssteigerung“. Aber auch diesen Begriff könnten wir noch einmal in seine Einzelteile zerlegen. Denn zu einer Leistungssteigerung gehört auch, dass die Gesundheit verbessert wird, dass das Wohlbefinden gesteigert und, dass sich entsprechende Parameter, also Körperdaten in Folge anpassen.
Wir betrachten Training außerdem als eine alltägliche Aktivität, die Bewegung in unser Leben bringt und uns Wohlbefinden, Gesundheit und Fitness beschert. Training ist eine Bereicherung für unser Leben.

Kommen wir nun zu dem zweiten Begriff: GANZHEITLICH.

Die gerade erwähnte „Bereicherung“ kann Training aber nicht alleine bewerkstelligen. Denn hinzu kommen noch weitere Bereiche, die eine ganzheitliche Gesundheit und damit ein Wohlfühlen auslösen: Ernährung und Regeneration.
Nur in Kombination dieser drei Bereiche werden Ziele ganzheitlich erreicht und für den Körper und unsere Gesundheit ideal verflochten. Keine dieser drei Bereiche kommt ohne die anderen aus.
Für uns bedeutet Ganzheitlichkeit Individualisierung. Das erreichen wir durch testen und messen. Dazu gehören aber auch weiche Faktoren wie Gewohnheiten oder bestehende Zeitfenster für z. B. sportliche Aktivitäten.
In unserer vicoach-App haben wir daher besonders auf den Aspekt der Ganzheitlichkeit gesetzt. Der sogenannte health-index fasst alle Bereiche zusammen und zeigt uns auf, wo wir mit unserer Gesundheit stehen. Daher werden die Bereiche Training, Ernährung und Regeneration ebenfalls in sogenannten Indexen angezeigt:
  • fitness index
  • nutrition index
  • recovery index

Aber zurück zum TRAINING.

Wir haben bisher gelernt, dass Training ein Ziel benötigt und außerdem eine Planmäßigkeit zugrunde liegen sollte. Diese Planmäßigkeit findet ihr in Form von Trainingsplänen wieder. Hierin werden nicht nur einzelne Trainingsstunden mit Übungen, etc. festgehalten, sondern ein GUTER und FUNKTIONIERENDER Trainingsplan besteht aus einer langfristigen Planung und geht weit über das hinaus, was viele von euch bisher kennen.
Dieser Trainingsplan MUSS so individuell und angepasst sein, wie wir es alle sind. Du, ich und jeder andere. Nicht nur unsere Ziele unterscheiden sich voneinander, sondern vor allem auch unsere Körperdaten. Und genau diese Daten machen es möglich, den Plan so genau wie möglich und damit so erfolgreich wie möglich zu gestalten.

Lasst uns das einmal an einem Beispiel durchgehen:

Stellt euch vor, ihr seid Sporteinsteiger und kommt in ein Studio. Hier wird in der Regel eine Anamnese durchgeführt und im idealsten Fall auch weitere Screenings, mit denen eure Körperdaten und der aktuelle Gesundheits-, bzw. Fitnesszustand ermittelt werden.
Anhand dieser Daten sollte euch der Trainer nun auch eine entsprechende Trainingsplanung erstellen und außerdem Trainingsempfehlungen aussprechen.
In der anschließenden Einweisung an den Geräten erklärt euch nun der Trainer die Geräte und zeigt euch die Übungen im Einzelnen. Somit seid ihr gerüstet, um mit dem Training zu starten.
Zwei Tage später seid ihr zurück im Studio und legt motiviert los. Ihr setzt alles so um, wie es euch der Trainer gezeigt hat und euer neues sportliches Ich trainiert ab sofort regelmäßig und ausgiebig. Nach und nach stellen sich erste Erfolge ein und ihr seid positiv überrascht und weiterhin hoch motiviert. Sogar einzelne Gruppenkurse wie Indoor-Cycling stehen mittlerweile auf dem Plan. Aber nach einer gewissen Zeit erfahrt ihr keinerlei Veränderungen und Erfolge mehr. Das Training wird gefühlt schwerer, die Gewichte können damit nicht erhöht werden und euer Puls spielt schon im Warm-Up verrückt.
Das ist jetzt vielleicht gespitzt dargestellt, aber es entspricht leider oft der Wahrheit. Denn was ist hier passiert? Viele Fragen und Parameter wurden überhaupt nicht in den Trainingsplan aufgenommen. Der sogenannte Trainingsplan war eher eine Übungssammlung mit den vorhandenen Geräten des Studios. Kein Wort von empfohlenen Pulsfrequenzen, Aufteilung der Trainingsinhalte in Muskel- und Herz-Kreislauf-Training. Das Wort Regeneration ist außerdem überhaupt nicht gefallen. Geschweige denn von Tipps und Empfehlungen zum Bereich Ernährung. Es gab quasi gar keine TRAININGSEMPFEHLUNGEN, sondern nur Trainingsanleitungen und Übungen.
Diese Trainingsempfehlungen findet ihr in unserer vicoach-App. Wir bezeichnen die App auch gern als der „Übersetzer von Körperdaten“. In der App findet ihr direkt zum Start eine Abfrage, die ganz genau nach Parametern eures Körpers und auch eurer Gewohnheiten fragt. Außerdem gibt es die Möglichkeit die ermittelten Daten einer Messung mit dem mescan in nur wenigen Sekunden in die App zu befördern.
Diese ermittelten Daten werden dann von der App zum einen in die verschiedenen Indexe umgewandelt, aber auch in die passenden Trainingsempfehlungen.

Kurz gesagt: Dein Körper schreibt deinen Trainingsplan!

Ruhepuls, Blutdruck, aktuelle Sitzdauer pro Tag oder der derzeitige Trainingsumfang, fließen mit weiteren Daten und Parametern in den fitness index ein. Insgesamt werden für diesen Index maximal 21 einzelne Werte von dir und deinem Körper einbezogen. Je mehr Körperdaten zur Verfügung stehen, desto genauer und individueller kann am Ende auch die Trainingsempfehlung sein.
Werfen wir einen Blick auf die Trainingsempfehlungen in der vicoach App:
Außerdem erhaltet ihr diese Empfehlungen auch in den Bereichen Ernährung und Regeneration. Denn wie wir jetzt gelernt haben, gehören diese drei immer zusammen.
Welche Daten in die Bereich Ernährung und Regeneration einfließen, erfahrt ihr im kommenden Beitrag.